Grundschulen und Kitas bleiben auch in Baden-Württemberg geschlossen

Baden-Württemberg will Grundschulen und Kitas nun doch zumindest bis Ende Januar geschlossen halten und verzichtet angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen auf einen angedachten Sonderweg.

Sollte die Infektionslage es nur irgendwie zulassen, wird sich die Landesregierung dafür einsetzen, dass Anfang Februar die Öffnung der Kitas und Grundschulen angestrebt wird.

Die CDU-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Heidelberg findet den Entschluss richtig, meint aber: „Wir können nicht auf ewig so weitermachen. Seien wir realistisch, selbst zu Pfingsten wird Corona nicht vorbei sein. Frühestens im Sommer ist, durch eine ausreichende Anzahl Geimpfter, mit einer spürbaren Wendung zu rechnen. Gerade mit Blick auf die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen und der schweren Bildungssituation, reicht es mir nicht, einfach nur zu warten.“

Boto schlägt eine Testausweitung vor: “Wir brauchen eine umfassende Teststrategie, dazu muss auch die Landesverordnung aktualisiert werden. Durch eine Änderung ist es möglich Tests über die DKV abzurechnen. Die dadurch anfallenden Mehrkosten stehen in keinem Verhältnis zu dem volkswirtschaftlichen Schaden eines längeren Lockdowns. Momentan ist es für Unternehmen noch nicht einmal möglich rechtssicher Corona-Schnelltests zu erwerben, dies muss geändert werden. Unternehmen müssten dann geschult werden, diese Testungen durchzuführen. Dies würde den Unternehmen und auch den Mitarbeitern Sicherheit geben. Das Risiko eine ganze Mannschaft in Quarantäne schicken zu müssen, sinkt dadurch. Auch in Schulen sollten die Lehrerinnen und Lehrer, mindestens zwei Mal die Woche und bei eigener Zustimmung auch Schülerinnen und Schüler mehrfach die Woche getestet werden. Durch die höhere Verfügbarkeit von Antigentests sind jetzt deutlich mehr Testungen möglich. Die Testausweitung ermöglicht eine Besserung in der Nachverfolgung des Infektionsgeschehens. Bei einem Ausbruch ist es essentiell alle Positiven zu finden.“

Nach Botos letztem Appell, die ältere Generation sollte vom Sozialministerium bzgl. ihrer Impfung angeschrieben werden, wird sich die CDU-Landtagsfraktion dafür einsetzen, dass diese Gruppe direkt mit einem festen Terminvorschlag angeschrieben wird. Derzeit werden nur Termine vergeben, sobald der Impfstoff verfügbar ist, daher kommt es zu langen Wartezeiten. „Eine Koordination durch das Sozialministerium wäre dort zielführend.“ meint Boto. „Ist der weniger kompliziert zu handhabende Impfstoff Moderna verfügbar, brauchen wir schnellstmöglich einen Plan, wie wir die Impfzentren durch ambulante Pflegedienste oder lokale Angebote ergänzen können. Baden-Württemberg liegt im Vergleich mit anderen Bundesländern, bei den bisher verabreichten Impfdosen je 100 Einwohner zurück, das wird sich dann bessern. So tragen wir zur Infektionsvermeidung bei.“ Ist Boto überzeugt. „Denn gerade durch die Mutationen verschwindet noch das letzte bisschen Planbarkeit.“